Porsche Tapiro, erstaunliches Konzept

In unseren vorangegangenen Artikeln haben wir über das Schicksal mehrerer Konzeptfahrzeuge und Studien 1952-1971 und 1984-2002 berichtet.

 

Spotlight auf ein anderes Konzeptfahrzeug, das der Öffentlichkeit weniger bekannt ist, den Porsche Tapiro. Dieses Konzeptauto wurde 1970 gebaut, entworfen von Giorgietto Giugiaro, dem berühmten italienischen Designer, der 1999 zum "Autodesigner des Jahrhunderts" ernannt wurde.

 

Die Entstehung

 

Ende der 1960er Jahre intensivierte sich die Zusammenarbeit zwischen Volkswagen und Porsche. Daraus entstand der VW-Porsche 914. Die Vierzylinder-Versionen trugen den Markennamen Volkswagen, die Sechszylinder-Versionen den Markennamen Porsche.

Der 914/4 wurde in den USA gut angenommen, während der 914/6 in Europa zu dieser Zeit nicht die gleiche Anerkennung erhielt.

 

Das Design

 

Von diesem Modell entwarf Giorgetto Giugiaro - der kurz zuvor die Firma Italdesign gegründet hatte - einen Prototyp, um eine sehr gewagte keilförmige Idee zu testen. Die Linienführung ist offenkundig abrupt, mit rechten Winkeln und scharfen Ecken.

Giugiaro sieht in dieser sehr scharfen Linie einen Tapir, weshalb er sein Konzept unter der Marke Volkswagen-Porsche Tapiro nennt.

Ein weiteres berühmtes Auto, das Giugiaro zehn Jahre später im gleichen Stil entwirft, ist der AMC DeLorean in dem Film "Zurück in die Zukunft" berühmt wurde.

 

Technische Daten

 

Der Tapiro basiert auf dem Chassis des Porsche 914/6 und hat Flügeltüren. Angetrieben wird er von einem luftgekühlten 2,4-Liter-Boxermotor mit 220 PS, einem 5-Gang-Schaltgetriebe und einer offiziellen Höchstgeschwindigkeit von 245 km/h. Der Innenraum ist sehr puristisch gehalten. Die beiden Insassen werden durch einen grossen Mitteltunnel getrennt.

 

Vorstellung

 

Der Porsche Tapiro wurde erstmals 1970 auf der Torino Motor Show vorgestellt und feierte sein Debüt in den Vereinigten Staaten auf der 5th Annual Los Angeles Car Show im Jahr 1971.

 

Das Schicksal

 

Im Jahr 1972 wurde dieses einzigartige Modell an einen spanischen Industriellen verkauft, der es täglich fuhr. Zu einem bestimmten Zeitpunkt wurde das Auto zerstört bzw. verbrannt. Die Umstände sind bis heute unklar.

Einigen Quellen zufolge wurde das Auto durch eine Bombe in die Luft gesprengt, die eine Gruppe von Gewerkschaftsaktivisten unter dem Wagen platziert hatte, um gegen die Lohnpolitik des Besitzers zu protestieren.

 

Andere Quellen berichteten, dass das Auto durch einen Unfall zerstört wurde.

 

Glücklicherweise konnte das Chassis geborgen werden und die Überreste des Tapiro sind nun im Italdesign Museum in Turin, Italien, ausgestellt.

 

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